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Schweiz 1972. 16mm, Farbe, 50 min.

Eine Parodie: Zu Ehren und zum Andenken des grossen Mitbürgers und Begründers unserer Gesellschaftsform Isidor Huber, wird ein Jahrestag gefeiert. Wie das hierzulande üblich ist, werden Reden gehalten, in denen Leben und Werk des Gefeierten sowie dessen Auswirkungen auf unser heutiges Leben dargestellt werden. Politiker und Kulturapostel – auch der Vertreter der Kirche fehlt nicht – treten ans Rednerpult und sprechen mit ungewohnter Offenheit. Jeder spricht von seiner eigenen Warte aus, aber alle haben sich mit den unmenschlichen Werten abgefunden, die vom grossen Isidor Huber in uns überlieferten „Dokumenten“ festgehalten und zum Schaden seiner Mitbürger verwirklicht wurden. Eine träfe, ironische Analyse über unser kapitalistisches Wirtschaftssystem und das dadurch bedingte Verhalten der Menschen. In reportagehaften Wirklichkeitsbildern führt uns der Film vor Augen, wie unsere Umwelt und wir selbst geprägt sind von der täglichen Konkurrenzsituation. Isidor Huber und seine ruhmreichen Taten erscheinen in eigenwilligen Trickzeichnungen: komplizierte wirtschaftliche Vorgänge und Mechanismen werden auf einfachste Art verständlich gemacht. Man wird sich diesen Film nicht nur von seiner künstlerischen Gestaltung her ansehen, sondern ebenso als These und damit als „Aufhänger“ zu lebhaften Auseinandersetzungen über die aufgegriffenen Fragen. Er enthält Zündstoff, geht es Urs und Marlies Graf in diesem Film doch um Grundlagen und Zusammenhänge unserer Gesellschaft.

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Der Marktradikalismus ist gescheitert, aber nicht am Ende, warnt Martin Allespach. Der Kampf um eine grundlegend andere Wirtschaftsordnung sei eröffnet. Wenn die Gewerkschaften ihn gewinnen wollen, müssten sie jetzt deutlich machen, welche Grundwerte ihr handeln bestimmen.

Martin Allespach, 47, ist Leiter des Funktionsbereichs Grundsatzfragen und Gesellschaftspolitik beim IG Metall-Vorstand in Frankfurt/M:

Der Finanzmarkt-Kapitalismus hat die Welt in die schwerste Wirtschaftskrise seit 50 Jahren getrieben. Wir stecken in einer tiefen Systemkrise.

Sie setzt die Frage nach einer grundlegenden Alternative auf die Tagesordnung. Die IG Metall kämpft zuallererst gegen die Krisenfolgen an und vertritt die Interessen der Beschäftigten: Arbeitsplätze, Einkommen, tarifliche Standards. Sie setzt sich jedoch zugleich für ein Wirtschaftsmodell ein, das demokratisch und sozial ist, das sich von hemmungsloser Profitmaximierung ebenso verabschiedet wie von Deregulierung und Privatisierung öffentlicher Aufgaben. Was wir dringend brauchen, ist ein demokratischer, sozialer und ökologischer New Deal.

Beides hängt eng zusammen: Denn die Interessen der Beschäftigten und der großen Mehrheit der Gesellschaft sind in einer anderen Wirtschaftsordnung grundsätzlich besser aufgehoben.

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