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Im Rahmen des grenzüberschreitenden gewerkschaftlichen Kooperationsprojekts ZUWINBAT zwischen dem ÖGB und der Slowakischen Konföderation der Gewerkschaftsbünde (KOZ SR) wurde die Mitteleuropäische Gewerkschaftsakademie (MEGAK) für gewählte VertreterInnen aus Betriebsrats- und Personalvertretungsgremien sowie aus den gewerkschaftlichen Grundorganisationen ins Leben gerufen.
Die MEGAK ist als neue grenzüberschreitende Form der MultiplikatorInnenschulung gedacht. Im Rahmen eines Lehrgangs werden TeilnehmerInnen aus Österreich und der Slowakei vieles Wissenswerte über das jeweilige Nachbarland erfahren und einen Beitrag für die Gestaltung dieses gemeinsamen Zukunftsraums leisten.

IMG_0971Bei Hitze gabs hitzige Debatten wie wir bei der weiteren Planung und Entwicklung des Lehrgangs vorgehen. Einerseits gings darum grundsätzlich neu zu planen so etwa als würde man in die „grüne Wiese“ einen Lehrgang aufsetzen, andererseits die vorhandenen Kursangebote der Gewerkschaften und des VÖGB zu berücksichtigen. Zusätzlich soll der Lehrgang zum System der bereits vorhandenen Lehrgänge dazugefügt werden.
Bis Oktober erarbeiten wir eine Punktation möglicher Inhalte, die wir anschließend in konkrete Module einpassen.

IMG_0899Am 22. 6. 2009 besprachen im Rahmen eines VÖGB-Lenkungsausschusses erstmals die Einführung eines Lehrgangs zum Thema „Führung“ für Betriebsratsvorsitzende und StellvertreterInnen. An Hand der Erfahrungen in der GPA-djp und anderer Gewerkschaften stehen die „Führungskräfte“ in den BR-Körperschaften vor folgenden Herausforderungen:

  • Gewerkschaftliches Co-Management – in Krisenzeiten wird gewerkschaftliches Know How (z.B. Kurzarbeit) für Maßnahmen zur Krisenbewältigung verwendet
  • Unterschiedliche Spannungsfelder, die im Betrieb ausgehalten und bewältigt werden müssen: Es entstehen Rollenkonflikte aus den unterschiedlichen Erwartungshaltungen von AN-Innen, AG-Innen, anderen BR-Innen und Gewerkschaften an die BR-Vorsitzenden. Wir als Gewerkschaften sind gefordert unser Verständnis von BR-Arbeit bezüglich von Führung und Management eines BR-Körperschaft (Kollegialorgans) darzustellen und zu vermitteln.

Durch die betrieblichen Spannungsfelder hängt das gewerkschaftliche Bewusstsein manchmal an einem seidenen Faden.

Ausgehend von unseren bereits bestehenden Angeboten vereinbarten wir am 21. Juli im Rahmen eines Treffen zum Thema Grundkurse unser Vorhaben weiter zu besprechen. IMG_0900

Bettina Balàka (Die Presse) schreibt am Samstag, den 11. Juli anläßlich des Semesterendes einen Artikel zur Bildungsdiskussion und verweist auf ein Buch, das „26 Thesen zur Bildung als Herausforderung“ liefert. Einige Streifzüge in diesem Artikel sollten uns GewerkschafterInnen in der Diskussion um die gesellschaftlichen Bildungspolitik als auch in der internen Bildungspolitik zu denken geben.   Von den 26 Beiträgen in dem oben zitierten Buch sind gerade mal drei Beiträge von Frauen geschrieben – ein typisches Merkmal unseres Bildungssystems wie die Autorin feststellt:

So beleuchtet dieses Buch einen Aspekt, der darin selbst gar nicht erwähnt wird: Trotz aller Fortschritte, die Frauen im 20. Jahrhundert im Bildungssystem erreicht haben, bleibt auch im 21. unverändert, dass sich an der Spitze der Pyramide, dort, wo die Posten rar und die Gehälter hoch sind, die weibliche Partizipation dramatisch ausgedünnt zeigt.

Die aktuelle Diskussion um ein gewerkschaftliches Bildungshaus ist zwar der Verfasserin des Artikels wahrscheinlich nicht bekannt, aber sie liefert in dem Artikel immer wieder Brücken in unsere innergewerkschaftliche Diskussion.  Ob  mit der Feststellung „dass Bildung mehr vermitteln müsse als abrufbares Faktenwissen, darüber herrscht auch heute Einigkeit“, dies dürfte sich in der gesamtgesellschaftlichen Bildungsdiskussion herumgesprochen haben, aber in manchen Delegiertenreihen diverser gewerkschaftlichen Konferenzen dürfte diese Erkenntnis stecken geblieben sein. Oder das Bildung Charakterbildung einschließen sollte – wir verstehen darunter eine Charakterbildung, die uns an der Beteiligung dieser Gesellschaft befähigen soll, dies ist vielfach niedergeschrieben und beschlossen. Wie Adler schon schreibt, die uns zu LenkerInnen und GestalterInnen dieser Gesellschaft macht, dazu gehört auch ein Freiraum, wo man selbstständig Entscheidungen abwägen und treffen kann und nicht dem erhobenen Finger oder dem bestimmenden „Ratschlag“ folgen muss.

Es kann nicht um eine Verringerung der Bildung gehen – nein – wir als GewerkschafterInnen müssen alle Anstrengungen einsetzen, dass Bildung ein weiterhin wichtiges gewerkschaftliches Gut bleibt, um den komplexen gesellschaftlichen und ökonomischen Herausforderungen begegnen zu können. Dazu benötigen wir eigene Bildungseinrichtigungen, wo gewerkschaftliches Bewusstsein im Vordergrund steht und dies rechnet sich auch „ökonomisch“ für die ArbeitnehmerInnenbewegung.

Aufgabe der Sozialakademie:

Es ist Aufgabe der Sozialakademie, den TeilnehmerInnen jene Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln, die für eine kompetente und effiziente Vertretung von Arbeitnehmerinteressen auf betrieblicher und überbetrieblicher Ebene erforderlich sind. Die Hauptanforderungen an diesen Lehrgang ist, dass für komplexe, betriebliche Interessenvertretung und für die Anforderungen in der überbetrieblicher Interessenvertretung im europäischen Kontext, den TN-Innen das notwendige Wissen und Durchsetzungsfähigkeit geboten und entwickelt wird.
Als höchste Stufe der gewerkschaftlichen Bildung dient die Sozialakademie der Ausbildung von Führungskräften der Arbeitnehmerinteressenvertretungen.

Hier geht es zu den Bildungs- und Organisationszielen, Kriterien für den Lehrgang und zu den Aufgaben der Lehrgangsleitung

Wie versprochen die Zusammenfassung unserer Befragung

Highlights:

  • Hohes Potenzial für die nächsten Lehrgänge
  • 93 BR-Mitglieder könnten sich eine Teilnahme an den Lehrgängen vorstellen
  • 33,5 % der befragten KollegInnen sind bereit in Gremien der GPA-djp mitzuarbeiten
  • Mehr als die Hälfte der befragten Frauen kann sich vorstellen eine Führungsfunktion in einer BR-Körperschaft zu übernehmen
  • 65 befragte KollegInnen forderten schriftliche Informationen über die Lehrgänge an

Befragungszeitraum: November 2008
Befragt wurden BR-Mitglieder in den jeweiligen Wirtschaftsbereichen.
Rücklaufquoten: WB 12 Handel 5,88 %, WB 20 Sozialversicherung 11,07 %, WB 21 Banken, Nationalbank, Kreditgesellschaften 12,8 %, WB 22 Sparkassen 13,6 %, WB 23 Volks- u. Hypobanken, Raiffeisen 9,93 %, WB 24 Versicherungen 13,45 %

Hier geht es zu den konkreten Ergebnissen – bitte anklicken

In diesem Artikel findet ihr eine Zusammenfassung des aktuellen Diskussionsstandes zum Karl-Weigl-Bildungshaus und dem Sozak-Lehrgang;
und die Positionen der GPA-djp dazu:

1. Diskussion um das Karl-Weigl-Bildungshaus:
Die AK-Wien will das Karl-Weigl-Bildungshaus in Hinterbrühl/Mödling verkaufen, weil Sanierungskosten anstehen und die Direktion der AK-Wien alles in einem Bildungszentrum mitten in Wien konzentrieren will. Dies würde für die Gewerkschaften bedeuten:

Es gibt kein gewerkschaftliches Bildungshaus in der Nähe von Wien, wo gewerkschaftliches Lernen und Wohnen integriert im Sinne eines pädagogischen Konzepts am gleichen Ort ermöglicht wird. Die Verlegung der Sozak nach Hirschwang ist keine Alternative (siehe Punk 2.).

Die gewerkschaftlche Bildungsfunktion des Karl Weigl Bildungshauses besteht auch darin, dass bisher in Zusammenarbeit mit der Bundesarbeitskammer, dem ÖGB und Gewerkschaften unser „Bundesbildungsauftrag“ dort wahrgenommen werden konnte.

Weiterlesen der Positionen der GPA-djp …

Für die GPA-djp hat die Aus- und Weiterbildung ihrer FunktionärInnen hohe Priorität. Deshalb waren wir eine der HauptinitiatorInnen für das ÖGB-Projekt „Strategische Bildungsplanung“. Ziel des Projektes ist es Instrumente zu erarbeiten, damit zukünftig mehr GPA-djp – BR-Mitglieder die längerfristigen AK-ÖGB-Lehrgänge besuchen können. Konkret sind damit der dreimonatige Lehrgang der Wiener BetriebsräteInnenakademie (BRAK) und der zehnmonatige Lehrgang der Sozialakademie (SOZAK) gemeint.  

In den nächsten Wochen werden wir uns an BR-Mitglieder im Handel, bei den Versicherungen, in der Sozialversicherung, in den Volks-, Hypo- und Raiffeisenbanken, in den Sparkassen und im IT-Bereich wenden und sie ersuchen anonym einen kurzen Fragebogen auszufüllen, damit wir ihre Meinungen, Wünsche und Anregungen zu den Lehrgängen bekommen.

Besonders interessiert sind wir an den Kenntnissen und Kompetenzen, die für BR-Arbeit wichtig sind. An dem Bekanntheitsgrad der BetriebsrätInnenakademie und der Sozialakademie. Der Bereitschaft an einem dieser Lehrgänge teilzunehmen und welche Perspektiven und Rahmenbedingungen dazu notwendig sind. Welche Informationen und über die Art und Weise wie die Information kommuniziert werden soll bilden die abschließenden Fragen.

Mehr Informationen zu den Lehrgängen (hier anklicken)

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