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Leitfaden für BetriebsrätInnen und JugendvertrauensrätInnen

Das Dokument zum Downloaden: lehrlinge_foerderung

Herausgeber: GPA-djp – Geschäftsbereich Interessenvertretung, in Zusammenarbeit mit der GPA-djp Bundesjugendabteilung,
Für den Inhalt verantwortlich: Anita Stavik, Geschäftsbereich Interessenvertretung, Helmut Gotthartsleitner, Bundesjugendabteilung

Heute klärten Koll. Andrea Komar und Koll. Thomas Kreiml in der Bildungsabteilung die Inhalte von 3 arbeitsrechtlichen Workshops. Das dazugehörige Fotoprotokoll

Am Freitag, den 15. Jänner 2010 trafen sich Thomas, Alfred, Helmut, Christian, Barbara und Werner bezüglich der Planung eines Aktionsblogs für die GPA-djp. Die 1,5 Stunden planten wir aber den Blog für die nächste Aktionswoche. Hier das Fotoprotokoll:

Facebook ist das viertgrößte Land der Welt, wo täglich 1,5 Millionen Inhalte veröffentlicht werden.

Für die „digital natives“ brauchen wir gewerkschaftliche Bildungsangebote? – Oder?

Kein lokales Problem der Universität Wien

Wien (GPA-djp). „Die aktuellen Proteste an der Wiener Universität sind nicht Ausdruck eines lokalen Problems an einer einzelnen Universität, sondern Ausdruck einer gesamten Misere des Hochschulsystems in Österreich. Dafür muss auch der Wissenschaftsminister die volle Verantwortung übernehmen“, erklärt die Bundesgeschäftsführerin der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck Journalismus Papier (GPA-djp)Dwora Stein, die zugleich  Mitglied des Rates der Universität Wien ist. ++++

„Die von Wissenschaftsminister Hahn bislang vorgelegten Pläne sind jedenfalls sicher nicht geeignet die Probleme dauerhaft zu lösen. Weder die Wiedereinführung von Studiengebühren noch neue Zugangsbeschränkungen lösen strukturelle Probleme, sondern schaffen neue Ungerechtigkeiten. Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise darf ein Land, das bei der universitären Bildung ohnehin internationalen Nachholbedarf hat, nicht am falschen Ort sparen“, so Stein

Im Rahmen des grenzüberschreitenden gewerkschaftlichen Kooperationsprojekts ZUWINBAT zwischen dem ÖGB und der Slowakischen Konföderation der Gewerkschaftsbünde (KOZ SR) wurde die Mitteleuropäische Gewerkschaftsakademie (MEGAK) für gewählte VertreterInnen aus Betriebsrats- und Personalvertretungsgremien sowie aus den gewerkschaftlichen Grundorganisationen ins Leben gerufen.
Die MEGAK ist als neue grenzüberschreitende Form der MultiplikatorInnenschulung gedacht. Im Rahmen eines Lehrgangs werden TeilnehmerInnen aus Österreich und der Slowakei vieles Wissenswerte über das jeweilige Nachbarland erfahren und einen Beitrag für die Gestaltung dieses gemeinsamen Zukunftsraums leisten.

Schweiz 1972. 16mm, Farbe, 50 min.

Eine Parodie: Zu Ehren und zum Andenken des grossen Mitbürgers und Begründers unserer Gesellschaftsform Isidor Huber, wird ein Jahrestag gefeiert. Wie das hierzulande üblich ist, werden Reden gehalten, in denen Leben und Werk des Gefeierten sowie dessen Auswirkungen auf unser heutiges Leben dargestellt werden. Politiker und Kulturapostel – auch der Vertreter der Kirche fehlt nicht – treten ans Rednerpult und sprechen mit ungewohnter Offenheit. Jeder spricht von seiner eigenen Warte aus, aber alle haben sich mit den unmenschlichen Werten abgefunden, die vom grossen Isidor Huber in uns überlieferten „Dokumenten“ festgehalten und zum Schaden seiner Mitbürger verwirklicht wurden. Eine träfe, ironische Analyse über unser kapitalistisches Wirtschaftssystem und das dadurch bedingte Verhalten der Menschen. In reportagehaften Wirklichkeitsbildern führt uns der Film vor Augen, wie unsere Umwelt und wir selbst geprägt sind von der täglichen Konkurrenzsituation. Isidor Huber und seine ruhmreichen Taten erscheinen in eigenwilligen Trickzeichnungen: komplizierte wirtschaftliche Vorgänge und Mechanismen werden auf einfachste Art verständlich gemacht. Man wird sich diesen Film nicht nur von seiner künstlerischen Gestaltung her ansehen, sondern ebenso als These und damit als „Aufhänger“ zu lebhaften Auseinandersetzungen über die aufgegriffenen Fragen. Er enthält Zündstoff, geht es Urs und Marlies Graf in diesem Film doch um Grundlagen und Zusammenhänge unserer Gesellschaft.

Die Mondragón Kooperativen gelten als weltweit größte Industriekooperative als Paradebeipiel für gelungenes Genossenschaftswesen. Die Mondragón Corporación Cooperativa (MCC) ist die weltgrößte Genossenschaft. Sie hat ihren Sitz in Mondragón im spanischen Baskenland und ist global tätig. Zur MCC gehören Unternehmen verschiedener Sektoren wie Maschinenbau, Automobilindustrie, Haushaltsgeräte, Bauindustrie, Einzelhandel (Supermarktketten), Banken und Versicherungen.

Oberstes Beschlussfassendes Organ ist der genossenschaftliche Kongress mit 650 Mitgliedern, der sich aus Delegierten aus den einzelnen Genossenschaften zusammensetzt. Die Jahreshauptversammlung wählt den „Regierenden Rat“ (Vorstand), der die Verantwortung für das Tagesgeschäft trägt. Jede Einzelgenossenschaft hat einen Betriebsrat, der einen Vorsitzenden wählt, welcher das Management des Betriebes berät.

In der “Monatszeitung für Selbstorganisation – Contraste” veröffentlichten Jörg Flecker, Luise Gubitzer und Franz Tödtling 2008 nach einer Exkursion ins Baskenland einen längeren Bericht über “Mondragon – als Beispiel für betriebliche Selbstverwaltung und eigenständige Regionalentwicklung.

In einem WDR-Film über “Die Jobmaschine Mondragon” führte die Autorin Wiltrud Kremer noch 2005 den Erfolg der mit 102.000 Mitarbeitern größten Produktivgenossenschaft der Welt “Mondragon Corporacion Cooperativa” auf den engen baskischen Zusammenhalt zurück.

IMG_0971Bei Hitze gabs hitzige Debatten wie wir bei der weiteren Planung und Entwicklung des Lehrgangs vorgehen. Einerseits gings darum grundsätzlich neu zu planen so etwa als würde man in die „grüne Wiese“ einen Lehrgang aufsetzen, andererseits die vorhandenen Kursangebote der Gewerkschaften und des VÖGB zu berücksichtigen. Zusätzlich soll der Lehrgang zum System der bereits vorhandenen Lehrgänge dazugefügt werden.
Bis Oktober erarbeiten wir eine Punktation möglicher Inhalte, die wir anschließend in konkrete Module einpassen.

IMG_0899Am 22. 6. 2009 besprachen im Rahmen eines VÖGB-Lenkungsausschusses erstmals die Einführung eines Lehrgangs zum Thema „Führung“ für Betriebsratsvorsitzende und StellvertreterInnen. An Hand der Erfahrungen in der GPA-djp und anderer Gewerkschaften stehen die „Führungskräfte“ in den BR-Körperschaften vor folgenden Herausforderungen:

  • Gewerkschaftliches Co-Management – in Krisenzeiten wird gewerkschaftliches Know How (z.B. Kurzarbeit) für Maßnahmen zur Krisenbewältigung verwendet
  • Unterschiedliche Spannungsfelder, die im Betrieb ausgehalten und bewältigt werden müssen: Es entstehen Rollenkonflikte aus den unterschiedlichen Erwartungshaltungen von AN-Innen, AG-Innen, anderen BR-Innen und Gewerkschaften an die BR-Vorsitzenden. Wir als Gewerkschaften sind gefordert unser Verständnis von BR-Arbeit bezüglich von Führung und Management eines BR-Körperschaft (Kollegialorgans) darzustellen und zu vermitteln.

Durch die betrieblichen Spannungsfelder hängt das gewerkschaftliche Bewusstsein manchmal an einem seidenen Faden.

Ausgehend von unseren bereits bestehenden Angeboten vereinbarten wir am 21. Juli im Rahmen eines Treffen zum Thema Grundkurse unser Vorhaben weiter zu besprechen. IMG_0900

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