Die University of California führte eine Untersuchung über das österreichische Bildungssystem durch. Vier Punkte wurden als besonders beeindruckend dargestellt:

  1. Die breite Verfügbarkeit von Weiterbildungschancen (z.B. das Nachholen von Abschlüssen)
  2. Eine Vielzahl von unterschiedlichen Institutionen steht zur Verfügung, die zur Weiterbildung in den Berufen genutzt werden können.
  3. In Österreich besteht großes Interesse am Thema Weiterbildung.
  4. Norton Grubb beschrieb das fehlende „Education-Gospel“ in Österreich, also die Bereitschaft einer Gesellschaft mit erhöhten Humankapital die Gesellschaft in die Lage zu versetzen, die ökonomischen und sozialen Folgen der technologischen Revolution nachhaltig zu bewältigen.

Drei Punkte wurden aufgeführt, die als nicht besonders beeindruckend klassifiziert wurden:

  1. Die Programme des AMS, die zeitlich sehr knapp bemessen waren und die keine längerfristigen positiven Effekte auf die Arbeitsmarktintegration haben.
  2. Weiterbildung von Menschen, die nicht am Arbeitsmarkt sind, wird vernachlässigt – z. B. Analphabeten.
  3. Es gibt wenig pädagogische Innovationen, wie zum Beispiel die Spezialisierung auf Erwachsene. Es wird kaum auf den Erfahrungen der Lernenden aufgebaut.

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Bildungsökonomie und Bildungspolitik – Hans Pechar

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