• Gewerkschaftliche Bildung der GPA-djp muss die Handlungsfähigkeit und die politische Durchsetzungskraft der GPA-djp stärken und langfristig weiter entwickeln.
  • Bildungsarbeit muss bei der Umsetzung strategischer Ziele der GPA-djp unterstützend mitwirken. Deshalb ist gewerkschaftliche Bildung immer auch ein zentraler Faktor der gewerkschaftlichen Politikgestaltung.
  • Bildungsarbeit hat als wesentlichen Inhalt die laufende Arbeit an der politischen Orientierung: was sind die herrschenden Bedingungen? wo stehen wir? wer sind wir? was wollen wir und wie können wir in Hinblick auf die herrschenden Bedingungen und unsere Ziele aktiv werden und erfolgreich arbeiten?
  • Gewerkschaftliche Bildung wirkt vor diesem Hintergrund sowohl identitätsstiftend für die Einzelpersonen als auch für die gesamte Organisation. Gewerkschaftliche Bildungsarbeit festigt damit die Bindung zwischen den Mitgliedern der GPA-djp, den Funktionären und der Organisation.
  • Gewerkschaftliche Bildungsarbeit trägt dazu bei, die Bereitschaft zum Engagement zu wecken, zu stärken und zu verbreiten. Sie gibt Kraft und Hilfestellung für die alltägliche Arbeit der Interessensvertretung von ArbeitnehmerInnen in der Gesellschaft.
  • Bildungsarbeit stellt die Plattform dar, über die Diskurse und konkrete Auseinandersetzungen organsiert werden, die zur Entwicklung der politischen Standortbestimmung, des Bewusstseins und der Handlungsfähigkeit notwendig sind.
    Dabei gilt es die Fähigkeiten zur reflektiven und handlungsorientierten Auseinandersetzung mit gegensätzlichen und unterschiedlichen Interessenspositionen in Betrieb und Gesellschaft zu fördern.
  • Gewerkschaftliche Bildungsarbeit ist ein partizipativer und offener Prozess, der erstens auf den realen Gegebenheiten in der Gesellschaft und in den Betrieben aufbaut und der zweitens durch das Wissen und die Zusammenarbeit von Mitgliedern, Betriebsräten und Funktionären getragen wird.
  • Gewerkschaftliche Bildungsarbeit hat das „praktische Rüst- und Werkzeug“ zu liefern, für die konkrete Arbeit vor Ort; im Betrieb, in Verhandlungsprozessen, im Aufsichtsrat, in Kampagnen, im der Alltagswelt. Sie deckt unterstützend alle Arbeits- und Tätigkeitsfelder von BR-Mitgliedern ab, vom souveränen Umgang mit Konfliktsituationen über arbeitsrechtliche Durchsetzung von kollektivvertraglich gesicherten Rechten bis hin zu Gesundheitsfragen wie z.B. Mobbing.
  • Gewerkschaftliche Bildungsarbeit hat nicht nur herrschende Bedingungen zu analysieren und auf realen Gegebenheiten aufzubauen, sie muss gleichzeitig immer ein Stück weit in die Zukunft schauen und Visionen entwickeln. Sie hat die lange Zeit vernachlässigte Funktion der Selbstkritik wahrzunehmen und die eigene Geschichte, das eigene Selbstverständnis und die Mittel und Wege der Gewerkschaft zu prüfen und in Frage zu stellen.
  • Gewerkschaftliche Bildungsarbeit muss sich der Herausforderung stellen, unangenehm zu sein und BR-Mitglieder wie Funktionäre daran erinnern, dass wir als Mitglieder der Gesellschaft alle durch das Bewusstsein traditioneller bürgerlicher Bildung geprägt sind und es der aktiven gewerkschaftlichen Bildungsarbeit bedarf, zu einem Bewusstsein der real herrschenden Bedingungen und Möglichkeiten vorzudringen.
    Sie muss dazu auch Eigeninitiative, Willen zur Selbsterkenntnis, Kreativität usw. aller Beteiligten aktiv einfordern.
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